Montag, 25. März 2013

Blutbraut

Hallo Welt,

da ich Ferien habe und deshalb nicht so viel anderes zu tun habe, habe ich gerade Zeit für eine weitere Kritik. Ich nehme mir jetzt ein ganz anders Buch als letztes mal vor: Blutbraut von Lynn Raven

Es geht um ein Mädchen, dass eigentlich in einer ganz normalen Welt lebt, also heutige Zeit, heutiges Amerika, allerdings mit dem kleinen aber feinen extra, dass es sogenannte Hexer gibt. Diese Hexer brauchen, wenn sie eine bestimmte Menge an Macht haben eine sogenannte Blutbraut, damit sie nicht zu Monstern (Nosferatu) werden. Lucinda ist so eine Blutbraut, hat aber wahnsinnige Angst davor, da ihr Hexer ja dann (wie sie glaubt) in einer schmerzhaften Prozedur ihr Blut trinken wird und so weiter. Deshalb läuft sie die ganze Zeit vor ihrem Hexer Joaquin weg. Kurz gesagt, sie kommt schließlich doch zu ihm, und es ist alles nicht so schlimm wie gedacht und er ist eigentlich recht normal, bis auf den Punkt, dass er sich langsam in ein Monster verwandelt und nur sie das verhindern kann, was sie ja aber auf keinen Fall will. Dann fühlt sie sich aber doch zu ihm hingezogen, und als sie merkt, dass sie ihm doch helfen will, da ist es eigentlich schon zu spät.

Meine Kritik:

Pros:

1. Die Szenen. Was mir gefallen hat, waren vor allem die zahlreich vorhandenen schönen Szenen. Durch das Cover (komme später dazu) und dem Titel (ebenfalls später) denkt man ja an ein eklig brutales Buch, das ist aber kein bisschen so. Es gibt zum Beispiel eine Szene in der ihr der "Rennstall" gezeigt wird, und sie erwartet Pferde, bekommt aber Autos zu sehen. Und während er über Geschwindigkeiten und Tuning und so was redet, versteht sie gar nichts, außer das die Autos schnell sind und welche Farbe sie haben. Die Szene ist zum Beispiel einfach göttlich geschrieben. 

2. Die Geschichte. Ich finde die Geschichte, von der Idee her schön ausgesucht, und es sind so viele Details "verwurstet" dass man sich das ganze sehr gut vorstellen kann. Es gibt eine Menge zu entdecken und Lucinda denkt auch sehr viel nach, weshalb ihre Reaktionen auch schön nachvollziehbar sind. Man merkt einfach richtig, dass das Buch mit viel Liebe geschrieben ist.

Cons:

1. Die Länge. Versteht mich nicht falsch, ich liebe es wenn ein Buch schön lang ist und man es schön lange auskosten kann, aber es sollte eben auch nicht zu lang sein. Und bei diesem Buch ist es am Ende, ein bisschen blöd, weil Lucinda sich an alte Verhaltensweisen festklammert und man ein bisschen das Gefühl hat, eigentlich müsste sie sich schon längst entschieden haben und das ganze ist nur so geschrieben, damit das Ende dramatischer wirkt, versteht ihr was ich meine?

2. Cover und Titel. Ich finde das Cover sieht richtig furchtbar aus! Es ist so düster, und diese blutige Träne, igitt (!) so ist das Buch doch gar nicht! Das Cover soll ja auf das Buch neugierig machen, aber das tut es meiner Meinung nach gar nicht. Ich finde den Titel eigentlich nicht schlecht. Ich meine, darum -also um diese Blutbraut-Geschichte - geht es ja. Aber in Verbindung mit dem Cover kommt es rüber als wäre das Buch total brutal oder morbide oder so. Das ist es aber nun mal nicht! 

--> Fazit: Das Buch ist schön geschrieben, liebevoll mit Details ausgeschmückt, ist am Ende nur leider ein bisschen zu gezogen für meinen Geschmack. Das Cover ist - meiner Meinung nach - nicht gut gewählt. Trotzdem Lesenswert. :)

Fakts:

Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Preis: broschiert 14,99 €
Seiten: 736 
Originaltitel: - 

Alles Liebe und möge das Glück stets mit euch sein,

Nano