Sonntag, 2. Juni 2013

Kuss des Tigers

Hallo Welt,

ich war irgendwie schon ewig nicht mehr hier. Ich hatte wundertolle Ferien und ich hoffe so extrem, dass das Wetter endlich mal Juni like wird und nicht so November mäßig... Aber wisst ihr was auch komisch ist? Ich genieße den Regen auch mal. Der Geruch, wenn es regnet ist unbezahlbar. Die Natur saugt sich voll mit Wasser und das grün, das meine Stadt zu bieten hat, ist kräftig und nicht so schwächlich ins braun neigende wie sonst. Ich denke, wir werden einen blütenreichen Sommer haben. Das Buch das ich heute rezensieren werde, heißt "Kuss des Tigers" und ist von Colleen Houck. 

Es geht um ein Mädchen namens Kelsey. Sie ist Waise und lebt bei Pflegeeltern, die sehr nett sind. Sie nimmt einen Ferienjob bei einem Zirkus an und hilft dort unteranderem sich um einen weißen Tiger zu kümmern. Später stellt sich aber heraus, dass dieser Tiger in Wahrheit ein indischer Prinz ist. Auf ihm und seinem Bruder lastet ein Fluch und Kelsey ist die Auserwählte die ihn als einzige retten kann. Selbstverständlich verlieben sich die zwei. 

Kritik:

Pro:

1. Schreibstil. Alles in dem Buch ist mega gut beschrieben. Die Wörter, von denen Colleen gebrauch macht, treffen die Situation immer so präzise, wie.. mir fällt kein Vergleich ein :D sehr sehr präzise eben. Ich mach einfach mal ein Beispiel: - kurz nachdem er sie das erste mal geküsst hat, denk sie: 

"... wenn es stimmt, und der Kuss eines Mannes seine Unterschrift ist, ist Rens Unterschrift markanter als John Hancock's berühmter Schriftzug unter der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung..." 

Für Sätze, wie diesen, liebe ich das Buch. 

2. Personen. Es ist schwer zu erklären, aber Frau Houck hat es echt drauf. Ich glaube, ich habe schonmal versucht zu erklären, was ein guten Buch ausmacht. Ich finde der Unterschied zwischen guten Autoren und schlechten Autoren liegt darin, wie sie etwas rüberbringen. Ein schlechter Autor schreibt über eine Person (z.B.) "Er ist ehrgeizig." Dann weißt du zwar, dass die Person eben ehrgeizig ist, aber du kannst es nicht spüren. Ein guter Autor dagegen, lässt die Person ehrgeizig handeln, sodass du feststellst, meine fresse, der Typ ist ja echt ehrgeizig. Das ist was es ausmacht. Und die Autorin, bringt Meisterhaft die Eigenschaften, der Personen ans Licht ohne einfach zu sagen: er ist so und so und so, sondern man lernt jede Person aufs Neue kennen. Das gibt der Geschichte etwas ungemein realitätsnahes. 

Contra:

1. Kelsey. Ja ich benenne diesen Contrapunkt nach der Hauptperson. Ich finde manchmal handelt sie richtig unlogisch. Sie ist außerdem ein bisschen zu gut für meinen Geschmack. Sie ist ein bisschen zu perfekt. Immer so Hilfsbereit und Nett und Freundlich und Süß und Höflich und Liebenswert und bla und bla und bla. Und was das unlogisch betrifft, achtung jetzt kommt ein Spoiler, für alle die das Buch noch lesen wollen lest einfach beim nächsten Punkt weiter: Kelsey verlässt Ren am Ende, weil sie denkt, dass sie nicht gut genug für ihn ist. Ren allerdings beteuert immer wieder das er sie liebt und man merkt es ihm so krass an dass er sie liebt, aber sie geht trotzdem. Sie verrennt sich so in ihr an den Haaren herbeigezogenes Problem, dass es schon fast komisch ist. 

Fazit:

--> Gutes Buch, absolut lesenswert, geschrieben mit meisterhaftem Witz und leisem Spott. Wenn man sich dem Ende des ersten Buches nähert, sollte sichergestellt werden, dass man das zweite zur Hand hat, wenn ihr versteht was ich meine ;)

Fakts:

Erscheinungsdatum: Januar 2012
Preis: 16,99 €
Seiten: 540 
Originaltitel: Tiger's Curse (bisschen langweilig oder?) 


P.S.: Ich glaub's ja nicht! Ich hab Tiger mehrmals mit "ie" geschrieben. Ich Dummkopf :D Aber keine Sorge,  hab's ausgebessert :D

Alles Liebe und möge das Glück stets mit euch sein :)

Nano